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Röntgenlauf 2015

Jeder Mensch hat seinen eigenen Mount Everest, für dessen Bezwingung er auf dieser Erde gelandet ist. Nicht jeder schafft es - was ihm oder ihr in jedem Fall nachzusehen ist. Manche schaffen es aber sehr wohl, weil sie einen entsprechenden Sportsgeist mitbringen und ihnen auch eine passende Portion Gesundheit zur Verfügung steht. Andere bei dem Aufstieg auf ihren selbstgewählten Mount Everest zu beobachten, bei dem Geist und Körper extrem herausgefordert werden, finde ich unglaublich spannend und einen inspirierenden Anstoß, den eigenen Mount Everest in Angriff zu nehmen. 

Eigentlich wollte ich doch nur...

Ursprünglich wollte ich vergangenen Sonntag allein meine geschätzte Auftraggeberin Nancy Liebold  als Dankeschön mit einem Foto überraschen, zur Erinnerung daran, wie sie ihren selbstgewählten Mount Everest bezwungen hat. Anstatt 8,848 km hoch über dem Meeresspiegel war ihr Mount Everest 42,195 km lang - die Strecke eines Marathon-Laufs durch das bergische Land: Der Röntgenlauf ist ein Event für Laufsportbegeisterte, der jedes Jahr vom Röntgen Sport Club Remscheid e.V. organisiert wird.  

Übermenschen in Aktion

Dass neben der klassischen Marathon-Distanz die kürzere Halb-Marathon-Distanz und auch kürzere Strecken von 10 km oder 5 km gelaufen werden konnten, weckte für mich den Gedanken "Naja - das kann man vielleicht schaffen." Spätestens die ebenfalls angebotenen Streckenlängen eines Ultra-Marathons von mehr als 60 km und erst Recht die auf dem Programm stehenden 100 km fand ich "unmenschlich" - und war dann mit tiefer Hochachtung an der Strecke für die "Übermenschen", die sich Strecken länger als 30 km vorgenommen hatten.

Respekt!

Ca. bei der Distanz von 30 km hinter dem Start kurz hinter einem Wahrzeichen der Remscheider Region, an der Müngstener Brücke, stellte ich mich an die Strecke, um auf meine Zielperson zu warten. Ich war ja schon naß geschwitzt, als ich mit meiner kleinen Zieh-Karre die 1,5 km vom Parkplatz bis zur Müngstener Brücke bewältigt hatte. Ich baute mein mitgebrachtes Licht auf, und wollte zur Vorbereitung nur ein paar Test-Fotos machen. Weil ich die Leistung der Läufer aber sehr beeindruckend fand, bekam jede Läuferin und jeder Läufer der vorbeikam einen kleinen Applaus von mir.

Spontane Begeisterung

Was eigentlich von mir nicht geplant war: Ich wurde von den stolzen Sportlern aufgefordert, sie zu fotografieren. Das tat ich, bekam aber die Sorge, dass dann genau beim Eintreffen meiner Hauptperson die Akkus der Blitzanlage leer wären. Also wollte ich eine Fotopause machen, auch weil ich nicht wußte, wie ich die Fotos überhaupt den Läufern zugänglich machen sollte. Das gab aber umgehend Beschwerden von den nachfolgenden Läufern: "Hey! Sind wir etwa zu langsam, dass wir kein Foto wert sind?" - Das konnte ich nicht so stehen lassen, fotografierte weiter, wechselte dann schnell zwischendurch den Akku-Satz mit frischen Akkus - was im Regen nicht ganz reibungslos über die Bühne ging und fotografierte dann weiter bis zum Eintreffen von Läuferin 4233.

Bilder zur Erinnerung

Die bis dahin entstandenen Bilder können mit dem Gäste-Login "muengsten" über die Seite Fotologin angesehen werden und bei Gefallen käuflich erworben werden. 

Inspiration und gute Stimmung

Alles in allem bin ich sehr beeindruckt von der guten Stimmung auf der Strecke - ein paar 100 km-Läufer liessen es sich nicht nehmen nach meinem Applaus für ein kurzes Gespräch zu verweilen - und ich bin allen Sportlern und natürlich auch den Organisatoren und Begleitern von Läuferinnen und Läufern dankbar, dass sie mich mit ihrer Aktivität diese inspirierenden Siege menschlicher Disziplin und körperlicher und mentaler Leistung haben miterleben lassen.

Sehen wir uns nächstes Jahr wieder?

Nach dem Marathon ist vor dem Marathon. Ich habe große Lust nächstes Jahr wieder an der Strecke zu stehen - dann aber systematischer und besser vorbereitet für die große Zahl der Teilnehmer. Jetzt und heute wünsche ich viel Spaß beim Anschauen der Fotos!

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